Agrar GmbH Flämingland Blönsdorf

Saatgutvermehrung für die Märka:
Die Agrar GmbH Flämingland Blönsdorf.

Mit fast 4300 Hektar bewirtschaftet die Agrar GmbH Flämingland Blönsdorf eine der größten Flächen im Fläming. Die Flächen gehören zu acht Dörfern der Gemeinde Niedergörsdorf. Neben dem Anbau von Kartoffeln, Getreide, Raps, Mais und Feldfutter gehören auch über 500 Milchkühe und über 1.100 Sauen zur Erzeugung von Ferkeln zum Unternehmen. Last but not least vermehrt der Betrieb Saatgut für die Märka. Die Agrar GmbH Flämingland ist mit ihren 70 Mitarbeitern breit und gut aufgestellt, um als modernes Unternehmen wirtschaftlich und renditeorientiert arbeiten zu können.

Schon zu DDR-Zeiten hat die Agrar GmbH Flämingland Blönsdorf Vermehrung gemäß den jeweils aktuellen Auflagen durchgeführt und führt somit eine alte Tradition weiter. Sie arbeitet nun bereits seit einigen Jahren mit der Märka GmbH als VO Firma bzw. der Saaten Union/Hybro Saatzucht GmbH als Züchter zusammen.

Was der Betrieb vermehrt, hängt in erster Linie von der nachgefragten Fruchtart und der bestehenden Fruchtfolge ab. In erster Linie beschäftigt sich der Betrieb heute mit der Vermehrung von Hybridroggen und VO-Kulturen in der „B zu Z“-Vermehrung.

Hierbei arbeitet die Agrar GmbH Flämingland Blönsdorf eng mit den VO-Firmen und Züchtern zusammen. Gemeinsam suchen wir nach Flächen, die unseren Anforderungen an Roggen für die Ethanolproduktion entsprechen. Nach entsprechender Aussaat des Basissaatgutes gemäß den aktuellen Bestimmungen wird der Bestand zunächst wie alle anderen Konsumbestände geführt. Dazu Herr Schmager, Leiter der Abteilung Saatgut: „Die Besonderheiten bei der Vermehrung in Blönsdorf liegen in einer zusätzlichen Behandlung mit einem Fungizid gegen Pilz-Krankheiten (in erster Linie gegen Schwarzrost), in zusätzlichen Feldbesichtigungen mit Selektionsmaßnahmen und im besonderen Erntezeitpunkt. Es darf nicht zu feucht und nicht zu trocken sein, am liebsten ernten wir an einem wolkenverhangenen Tag.“

Das besonders schonende Dreschverfahren und die akribische Sauberkeit während des gesamten Produktionsprozesses (z. B. im Maschinenpark) garantieren, dass es nicht zu Vermischungen mit anderen Sorten oder gar Kulturen kommt. Die Ernte, die mit den drei betriebseigenen Mähdreschern eingefahren wird, kommt sofort zur Aufbereitungsanlage Jüterbog. Wichtig ist dabei die genaue Abstimmung zwischen Disponent und Vermehrer, um eine sofortige Annahme und Verarbeitung der angelieferten Rohware zu garantieren. Die angelieferte Rohware wird sofort bei Anlieferung beprobt. Wenn alle Tests bestanden sind, kommt die Ware ins Silo.

Nach Vor- und Hauptreinigung mit entsprechender Technik und Sieben wird abermals eine Probe gezogen und zur Anerkennung nach Wünsdorf gebracht. Sobald hier die Ware alle notwendigen Prüfungen bestanden hat (KF, Reinheit) kann die nun entstandene Saatware gebeizt und verpackt auf die Reise zum Kunden gehen.