Stechow AG Märka GmbH
Stechow AG Märka GmbH

Erfahrungsbericht von J. Schmoll & H.G. Lehmann, Ackerbau & Landschaftsschutz GmbH Stechow

Für uns gehört Biodiesel unbedingt in die Landwirtschaft und in die Forst- und Fischereibetriebe. Was könnte für uns besser sein als das wir mit nur 250 Hektar eigenem Rapsanbau unseren Kraftstoffbedarf pro Jahr für insgesamt 14 Fahrzeuge decken können. Seit 2006 fahren unsere Fahrzeuge nun 100%igem Biodiesel und davon seit anderthalb Jahren mit verbio BioDiesel. Diesen beziehen wir über die Märka, unserem Erfassungshandel. Wir nutzen die Möglichkeiten der Märka Dienstleistungspakete und haben somit einen kompetenten Händler für unsere landwirtschaftlichen Produkte sowie einen Lieferanten für Betriebsmittel. Über unsere eigene Betriebstankstelle versorgen wir jetzt unsere Fahrzeuge mit verbio BioDiesel. Ob unsere Fahrzeuge zuverlässig laufen, hängt deutlich von der Qualität des Biodiesels ab. Im ersten halben Jahr haben wir den Biokraftstoff noch nicht über die Märka bezogen und hatten einige Schwierigkeiten.

Mit verbio BioDiesel ist dies bei uns kein Thema mehr. Vielmehr wünschen wir uns Unterstützung seitens der Motorenherstellern und Teileliefereranten. Leider reagieren diese immer noch sehr zurückhaltend auf das Thema Biodiesel in Landwirtschaftsmaschinen, was unseres Erachtens völlig unbegründet ist. Unsere eigenen Fahrzeuge zeigen auf, dass sie auch im Hochbetrieb durchaus super funktionieren. Selbst den immer angekündigten Leistungsverlust der Motoren, können wir nicht so bestätigen. Die Landmaschinen sind ohnehin meistens übermotorisiert. Wir würden es sehr begrüßen, wenn es seitens der Hersteller mehr Freigaben für den Einsatz von Biodiesel geben würde.  Biodiesel ist unserer Meinung nach aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken allein schon aus Kostengründen. Als steuerbegünstigter Kraftstoff ist Biodiesel nicht nur ein nachhaltiges Produkt sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor für die Landwirtschaft. Zwar ist die Energierückerstattung einmal jährlich zu beantragen, aber auch dies stellt in der Verwaltung keinen größeren Aufwand dar. Dennoch ist auch die Politik gefragt. Die Landwirtschaft braucht auch über 2015 hinaus die Steuervergünstigung. Wir arbeiten für Biodiesel mit Biodiesel und halten diesen Kreislauf auch für ein MUSS in der Zukunft. Die Debatte über Flächenkonkurrenz zwischen Energiepflanzen und Nahrungsmittel halten wir für überflüssig. Wichtig ist nur, dass landwirtschaftliche Flächen in der Hand der Landwirtschaft bleiben und nicht an die Industrie verkauft wird. So entscheidet nämlich der Landwirt ökologisch und ökonomisch, was auf diesen Flächen angebaut wird. Der Anbau von Energiepflanzen ist für die Landwirtschaft eine sinnvolle Alternative geworden. Zum einen werden bessere Preise für landwirtschaftliche Produkte erzielt, weil der Landwirt eine Wahl zwischen Nahrungsmittel und Energiepflanzen hat und zum anderen werden Landwirtschaftsbetriebe gesellschaftlich aufgewertet. Alles in einem sehen wir Biodiesel als positiven Kraftstoff und umweltfreundliche Alternative. Die Nutzung der Synergien mit Märka als Erfassungshandel für unsere Produkte und gleichzeitiger Lieferant von verbio BioDiesel, Saatgut und Dünger erweisen sich für unseren Landwirtschaftsbetrieb als sehr positiv.